12.07.2018

Interview mit dem CEO der Prospery GmbH

Dirk-Jan Schuiten

Fassen Sie kurz zusammen, welche Idee hinter Ihrem Geschäftsmodell steht.

Prospery definiert mit einem innovativen Hybridmodell aus digitaler Plattform und menschlicher Expertise das digitale Vermögensmanagement neu. Top Investment-Experten managen individuell risikooptimierte und global diversifizierte Kunden-Portfolios zu attraktiven Konditionen. Mit der kostenlosen Plattform können Nutzer eine Übersicht über ihr gesamtes Vermögen erstellen. Ein Vermögenscoach erarbeitet für und mit unseren Kunden eine Vermögensstrategie, die sich ganz an ihren individuellen Zielen orientiert. Die Gespräche können per Video Call flexibel mit dem Coach vereinbart werden.

 

Welche expliziten Vorteile / Mehrwerte bieten Sie Ihren Kunden?

Als erster hybrider Anbieter im Robo-Advisory-Bereich auf dem deutschen Markt, der eine persönliche und produktunabhängige Unterstützung in Vermögensfragen durch zertifizierte Finanzspezialisten anbietet, verbinden wir das Beste aus zwei Welten. Eine digitale Plattform mit schlanken Prozessen, einem eigenen Kundenservice-Team und einem Angebot, welches das Geld der Kunden von Top-Fondsmanagern managen lässt, und das zum Teil nur institutionellen Kunden zu Verfügung steht, ist derzeit einzigartig auf dem deutschen Markt.

Den Risikocheck von Prospery erhalten Kunden auch bei keinem anderen Anbieter. Hier fließen sowohl die Risikotragfähigkeit als auch Risikopräferenz als Faktoren mit ein. Prospery hat 100 verschiedene Risikoprofile, die das individuelle Risiko des Kunden widerspiegeln.

 

Wie wird sich der Bereich Digital Wealth Management in den kommenden 3 – 5 Jahren entwickeln?

Ich erwarte ein stetiges Marktwachstum im Bereich des Digitalen Vermögensmanagements, da insbesondere der deutsche Markt ein enormes Wachstumspotenzial aufweist. Es werden immer mehr Finanzdienstleister und Institutionen digitale Dienstleistungen entwickeln und anbieten. Der Service, der dem Kunden angeboten wird, spielt dabei eine besondere Rolle, um sich in einem Markt mit großer Wettbewerbsintensität beweisen zu können.

Kunden wollen zunehmend jederzeit und von überall Banking praktizieren können und dies soll genauso einfach funktionieren wie in anderen digitalen Bereichen. Außerdem wird sich der Margendruck aufgrund niedriger Gebühren weiter erhöhen. Dahingehend haben klassische Banken und Vermögensverwalter mehr und mehr zu kämpfen. Verpassen diese das Sprungbrett für eine digitale Zukunft, stehen ihnen schwierige Zeiten bevor.

Im Zuge der Digitalen Transformation im Private Banking werden sich meines Erachtens erfolgreiche, digitale Anbieter durchsetzen, die das Kundenerlebnis besser gestalten können. Key Benefits hierbei sind: „Innovationen, persönliche Ansprache, effiziente und flexible Prozesse und ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis“.

 

Welche Bedeutung werden persönliche Beratung bzw. Filialen dabei zukünftig noch haben?

Meiner Meinung nach wird es immer wichtig bleiben in persönlichem Kontakt mit Kunden zu stehen. Kunden haben das Bedürfnis, sich persönlich über individuelle, finanzielle Ziele auszutauschen und Handlungsoptionen mit einem unabhängigen Finanzexperten zu besprechen und Hilfestellung bei der Entscheidungsfindung zu erhalten. Genau aus diesem Grund bin ich von unserem hybriden Modell der digitalen Vermögensverwaltung bei Prospery so überzeugt: Eine Online-Vermögensverwaltung, mit einer menschlichen Komponente in Form eines unabhängigen Vermögenscoaches, der immer auf der Seite des Kunden steht, das ist die Zukunft.

Die neuen Technologien, werden dazuführen, dass es weniger Filialen geben wird. Aber der persönliche Kontakt mit einem Menschen, dem man vertrauen kann, an Stelle von Empfehlungen, die auf reinen Algorithmen basieren, wird auch in Zukunft wichtig bleiben.

 

Was sind die größten Herausforderungen für WealthTechs allgemein und speziell für Prospery?

Im Allgemeinen liegt die Herausforderung erstmal darin, die Kunden zu überzeugen und sich gewissen Vorurteilen zu stellen. Beispielsweise dass die Dienstleistungen einer digitalen Vermögensverwaltung im Gegensatz zu klassischen Privatbanken und Vermögensverwaltern zu teuer und ineffizient sind. Die Kunst ist es, den Kunden die Vorteile und Sinnhaftigkeit einer persönlichen Betreuung und Vermögensverwaltung auch in der digitalen Welt aufzuzeigen und diese zu nutzen. Eine weitere Herausforderung ist in meinen Augen die Hemmschwelle, die sich durch die fehlende Bekanntheit und mangelnde Erfahrung mit digitalen Anbietern ergibt. Für Prospery, als ganz neuen Anbieter im digitalen Vermögensmanagement, gilt es ganz besonders diese Hemmschwelle zu überwinden.

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