16.01.2017

Interview mit dem Gründer & CEO von Scalable Capital

Erik Podzuweit

Fassen Sie kurz zusammen, welche Idee hinter Ihrem Geschäftsmodell steht.

Wir geben Privatanlegern die Chance auf einen langfristigen Vermögensaufbau – und zwar unter Berücksichtigung ihrer ganz individuellen Risikotragfähigkeit und Risikoneigung. Bisher hatten Privatanleger nur die Wahl zwischen kaum verzinsten Sparbüchern oder Tagesgeldkonten und überteuerten aktiv gemanagten Fonds. Durch den konsequenten Einsatz von Technologie bieten wir klassischen Privatanlegern nun Zugang zu einer Form der Geldanlage, die bislang nur sehr wohlhabenden Menschen zur Verfügung stand: Einer professionellen Vermögensverwaltung.

Welche 3 expliziten Vorteile / 3 expliziten Mehrwerte bieten Sie Ihren Kunden?

Erstens nehmen wir unseren Kunden das Thema Geldanlage komplett ab. Als regulierter Finanzdienstleister dürfen wir das Geld unserer Kunden vollkommen eigenständig in ihrem Sinne verwalten. Unser Service fängt also dort an, wo der Service des Finanzberaters endet. Der stellt seinen Kunden ein Portfolio zusammen, darf dann aber keine weiteren Investmententscheidungen treffen. Damit bleibt der Anleger Selbstentscheider.

Zweitens schonen wir die Nerven unserer Anleger. Wir arbeiten nicht mit schwammigen Risiko-Begriffen wie „chancenorientiert“ oder „moderat“. Wir bieten 23 Risikokategorien an, denen ein konkretes Verlustrisiko zugeordnet ist. Mit unserer eigens entwickelten Risikomanagement-Technologie sorgen wir dafür, dass die vom Kunden individuell ausgewählte Risikokategorie eingehalten wird. Das Risiko schwankt also nicht mit den Entwicklungen am Markt, sondern bleibt konstant.

Drittens ermöglichen wir Privatanlegern einen langfristigen Vermögensaufbau. Zum einen investieren wir ausschließlich in kosteneffiziente Exchange Traded Funds (ETFs). Zum anderen setzen wir nicht auf Bauchgefühl, sondern auf eine professionelle Risikomanagement-Technologie. Beides macht sich in der Rendite unserer Anleger deutlich bemerkbar.

Ein Ausblick: Wie wird sich der Bereich Digital Wealth Management in den kommenden 2 – 3 Jahren entwickeln? Welche Rolle wird Ihr Unternehmen dabei spielen?

Die digitale Vermögensverwaltung wird in den nächsten Jahren aus den Kinderschuhen herauswachsen. Wir sehen das an unserer eigenen Wachstumsdynamik. Wir haben Mitte Dezember die 100 Millionen Euro-Marke geknackt. Heute verwalten wir bereits 120 Millionen Euro. Privatanleger fassen also zunehmend Vertrauen in digitale Vermögensverwalter. Darüber hinaus verstehen immer mehr Menschen die Vorteile von technologiegetriebenen Lösungen. Wir wollen in dieser Entwicklung eine ganz maßgebliche Rolle spielen und unsere Marktführerschaft weiter ausbauen.

DWM Factbook: Was macht für Sie das Factbook lesenswert? Welche Erkenntnisse ziehen Sie daraus?

Der Markt an digitalen Vermögensverwaltern und Robo Advicors ist ungeheuer dynamisch. Es vergeht kaum ein Monat, in dem kein neuer Robo Advisor aus der Taufe gehoben wird und kaum ein Tag, an dem keine neue Finanzierungsrunde, Zusatzleistung oder Kooperation vermeldet wird. Diese Dynamik macht die Branche für Verbraucher extrem unübersichtlich. Hier bringt das DWM Factbook etwas Licht ins Dunkel der Angebotsvielfalt. Das Factbook bietet einen tollen Überblick über die Servicetiefe, den Innovationsgrad und die Kostenstruktur der einzelnen Anbieter. Und damit erleichtert es Privatanlegern die Wahl des für sie passenden Angebots.

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